Filmempfindlichkeit

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Als Filmempfindlichkeit (engl. film speed) bezeichnet man die Lichtempfindlichkeit von fotografischen Platten und Filmen. Die Filmempfindlichkeit wird heute in DIN, ASA, ISO oder GOST angegeben; früher waren die Angaben in General Electric (GE), Weston sowie in amerikanischen oder europäischen Scheiner üblich.

Die Filmempfindlichkeit wird in Zahlenwerten angegeben. Höhere Zahlen bedeuten höhere Empfindlichkeit. Glücklicherweise werden die Empfindlichkeiten digitaler Kameras in den gleichen Einheiten (ISO) gemessen wie die des analogen Filmmaterials.

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Ausführlich:

In diesem Zusammenhang ist es natürlich wichtig zu wissen, was Filmempfindlichkeit bedeutet. Nun, eigentlich ist das ganz einfach: Je empfindlicher ein Film ist, desto weniger Licht braucht er, um richtig belichtet zu sein.

Die Angabe der Filmempfindlichkeit findet sich auf der Filmverpackung sowie auf der Filmpatrone; Filme sind auf der Patrone seit 1983 mit der automatisch auslesbaren DX-Kodierung versehen, die neben anderen Angaben auch die Nennempfindlichkeit des Films enthält.

Filmempfindlichkeit Angabe

Alle Filmempfindlichkeitsangaben basieren auf Schritten im Abstand von 1/3 Blende, die numerischen Maßzahlen sind jedoch unterschiedlich skaliert: logarithmisch bei DIN, linear bei allen anderen.

DIN

DIN bezeichnet eine Angabe der Filmempfindlichkeit nach einem alten Standard des Deutschen Instituts für Normung e. V., die mit einem numerischen Wert und einer Gradzahl angegeben wird, zum Beispiel 15° DIN für einen Film 25 ASA. Angaben in DIN sind logarithmisch skaliert; 3° DIN entsprechen dabei einer Verdoppelung der Empfindlichkeit, ein Film mit 24° DIN ist also doppelt so empfindlich wie einer mit 21° DIN.

ISO

Der internationale Standard ISO der International Organization for Standardization (ISO) kombiniert die Zahlenwerte von ASA und DIN, daraus ergibt sich also beispielsweise die Filmempfindlichkeitsangabe ISO 100/21°. Die Spezifikation findet sich in dem Standard ISO 5800:1987

Mit steigender Empfindlichkeit geht das Auflösungsvermögen des Films zurück, da die lichtempfindlichen Kristalle immer größer werden und am Ende als so genanntes Korn auch auf dem Foto sichtbar werden können. Höher empfindliche Filme haben eine schlechtere Farbtreue und Einbußen beim Kontrastumfang (vergleiche Gradationsverhalten). Außerdem steigt mit der Empfindlichkeit in der Regel auch der Verkaufspreis.

Bei älteren Kameras muss die Filmempfindlichkeit manuell eingestellt werden; moderne elektronische Kameras werten dafür die DX-Codierung auf der Filmpatrone aus, welche Informationen über die Filmempfindlichkeit und -länge enthält.