Tonwert in der Fotografie

Top Fernkurs:

Tonwert ist ein Maß dafür, wie gedeckt eine Farbfläche einem Normalbeobachter erscheint. Dabei gibt es die Vorstellung, dass eine Farbfläche aus einem Anteil voll gedeckter Farbe (Vollton) und farbfreien Stellen besteht und das Auge diese unterschiedlichen Anteile nicht auflösen kann. Wenn diese Vorstellung gilt und ansonsten ideale Bedingungen herrschen (bei bedruckten Flächen kein Lichtfang, vollkommen gleichmäßige Deckung des Volltons), dann und nur dann ist der Tonwert einer zu 50% bedeckten Fläche 50%. Der Tonwert gibt also an, wie gedeckt die Farbfläche dem menschlichen Auge erscheint und nicht, wie gedeckt sie tatsächlich ist. Er ist ein optisches und nicht geometrisches Maß. Daher wird er auch "optisch wirksame Flächendeckung" genannt. Er wird berechnet nach der Murray-Davies-Formel und kann mit Hilfe eines Densitometers gemessen werden.

Fernkurs "Professionelle Fotografie" - jetzt Infos gratis!

Tonwert auf Film und in der Fotografie

Er ist eine Bezeichnung für den Grauwert bei Halbtonvorlagen. Der Tonwert ist ein relatives Maß, das Werte zwischen voller Transparenz (0%) und voller Schwärzung (100%) kennt. Ein anderes Maß ist die optische Dichte, die ein absolutes Maß darstellt. Alle Tonwerte zwischen Lichtern und Tiefen entsprechen verschiedenen Schwärzungsgraden. Bei einem Positivfilm wird der scheinbare Anteil der bedeckten Fläche in Prozent angegeben. Bei einem Negativfilm dagegen wird angegeben, wieviel Prozent zu 100% optischer Flächendeckung fehlen.

Tonwert auf Bedruckstoff (Rastertonwert)

Tonwerte, die an gerasterten Druckmustern gemessen werden, werden auch Rastertonwerte genannt.

Eine unbedruckte Fläche hat den Tonwert 0% und eine Volltonfläche den Tonwert 100%. Werden alle Tonwerte aller Farben einer Bildstelle zusammengerechnet, so erhält man die Tonwertsumme. Die Tonwertsumme ist auch bekannt unter der Bezeichnung Gesamtfarbauftrag.

Die Differenz zwischen dem geometrisch ermittelten Flächenanteil druckender Farbe auf der Druckplatte und dem auf dem Druckprodukt ermittelten Tonwert wird Tonwertzuwachs oder bei Rasterdrucken Punktzuwachs genannt.