Pixel

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Pixel der Rastergrafik

Die Pixel einer Rastergrafik sind rasterförmig angeordnete Punkte, denen eine bestimmte Information zugeordnet ist. Diese Information enthält mindestens Werte, die eine bestimmte Farbe bzw. Helligkeit definieren.

Pixel sind weder rechteckig noch quadratisch; vielmehr haben Pixel keinerlei räumliche Ausdehnung. Der verbreitete Irrglaube, Pixel seien kleine Quadrate, rührt daher, dass solche bei der Vergrößerung von Rastergrafiken mit Pixelwiederholung entstehen. Andere Vergrößerungsmethoden interpolieren zwischen Nachbarpixeln und erzeugen keine mosaikhaften Strukturen. Es ist zwar möglich, Pixel als Quadrate zu betrachten, dies ergibt jedoch keinen Sinn, sobald Antialiasing mit Glättungskern und andere mit den Mitteln der Signalverarbeitung beschriebene Techniken verwendet werden.

Pixelwerte

Neben Farbinformationen können Rastergrafiken auch einen sogenannten Alphakanal enthalten, der Transparenzinformationen enthält. Die Speicherung beliebiger weiterer Informationen ist denkbar; das genaue Format ist vom verwendeten Grafikformat abhängig. Nur bei der Ausgabe auf dem Bildschirm muss ein bestimmtes Format beachtet werden, das vom Framebuffer der Grafikkarte vorgegeben ist.

Die im Pixel verwendete Kodierung der Farbe definiert sich unter anderem über den Farbraum und die Farbtiefe.

Probleme

Sowohl die Bildauflösung (und damit die örtliche Abtastrate) als auch die Größe der im Pixel gespeicherten Informationen (etwa die Farbtiefe) ist begrenzt, weshalb ein Pixel nur eine Annäherung der Wirklichkeit ist.

Die Begrenztheit der örtlichen Abtastrate führt dazu, dass Bildinformationen verloren gehen. Gemäß dem Nyquist-Shannon-Abtasttheorem kann es bei bestimmten Bildinhalten und zu geringer Abtastrate oder Auflösung zu Alias-Effekten bzw. dem Treppeneffekt („pixelige“ Darstellung) kommen. Letzterem kann durch Antialiasing entgegengewirkt werden.

Das Verkleinern, Vergrößern oder Drehen einer Rastergrafik kann zu unscharfen oder fehlerhaft wirkenden Bildern führen.

Bildschirmpixel

Ein Bildschirmpixel besteht in der Regel aus drei Farbpunkten jeweils einer Grundfarbe (Rot, Grün und Blau). Die physische Größe eines Bildschirmpixels hängt vom Ausgabegerät ab. Bei einem 15-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1024×768 misst ein Pixel etwa 0,3 Millimeter. Die maximal mögliche Pixel-Auflösung eines Bildschirms wird in pixel per inch (ppi) angegeben. Das Seitenverhältnis (englisch pixel aspect ratio) eines Pixels auf dem Bildschirm muss nicht zwingend 1 sein. Das bedeutet, dass die Darstellung eines Pixels nicht immer quadratisch ist. Die Pixelgröße, bzw. der Pixelabstand im Verhältnis zur Bildauflösung hat entscheidenden Einfluss auf die Lesbarkeit bzw. Erkennbarkeit von Texten und Grafiken auf Computermonitoren und Fernsehern.

Handelsübliche Röhrenbildschirme haben eine festgelegte maximale Auflösung. Die Pixelgröße lässt sich durch Ändern der von der Grafikkarte ausgegebenen Auflösung variieren (Übersicht der gängigen Auflösungen); die drei Farbpunkte des Pixels sind dreiecksförmig angeordnet.
    
Pixel auf einem Lochmasken-Röhren- und einem Flachbildschirm

TFT-Flachbildschirme besitzen eine physikalisch definierte Pixelanzahl. Eine Änderung der Auflösung bei einem TFT-Display führt daher zu einer verschwommenen Darstellung, bei der ein Pixel des Framebuffers auf mehrere Bildschirmpixel aufgeteilt wird. Die drei für die Grundfarben des Pixels zuständigen Flächen sind rechteckig aneinander anliegend angeordnet; diese Flächen nennt man auch Subpixel. Außerdem sind bei manchen Flachbildschirmen (besonders bei älteren) herstellungsbedingt so genannte Pixelfehler möglich.

Die Anzahl der in Bildsensoren (etwa für Digitalkameras) maximal verwendbaren Pixel wird oft in Megapixel angegeben, wobei aber meist nur die Farbpunkte eines Bayer-Sensors gemeint sind und nicht die Bildpunkte.