Dunkelkammer in der Fotografie

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Als Dunkelkammer wird ein Raum bezeichnet, der absolut lichtdicht ist, also kein Licht von außerhalb herein lässt, durchaus aber im Inneren (künstliche) Spezialbeleuchtung zulassen kann. Solch ein Raum dient in der chemischen Fotografie als Fotolabor bzw. Filmkopierwerk.

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bsolute Dunkelheit oder Beschränkung auf Licht eines speziellen Spektralbereiches wird zum Arbeiten dort benötigt, wo mit lichtempfindlichen Materialien, mit einer Fotoemulsion hantiert wird. Hier kommen lichtempfindliche Schwarzweiß- und Farbemulsionen in Frage, die sich auf verschiedenen Trägermaterialien befinden können, z.B. auf einem dünnen Film aus Polyester oder Zellulose, auf Glas, auf etwas dickeren Kunststoffblättern oder auf Folie oder Stoffen und Kartons.

Die Dunkelkammer im Fotolabor

Viele lichtempfindliche Emulsionen sind nur für bestimmte Lichtarten, d.h. für Licht einer bestimmten Wellenlänge empfindlich. Das hat den Vorteil, dass man Licht, für das die Fotoemulsion nicht empfindlich ist, unbedenklich einsetzen kann. Siehe auch: Spektrum, Elektromagnetisches Spektrum und Wellenlänge.

Die Dunkelkammer ist also keineswegs permanent dunkel. Vielmehr erfüllt die Dunkelkammer die Aufgabe, Licht absolut kontrolliert einzusetzen.

Im Fall von ungewollt unkontrolliert von außen eindringendem Licht spricht man auch von "Streulicht", "Lichteinfall", "Lichteinbruch", "Lichtleck".

Zur Zeit des Arbeitens mit emulsionsbeschichteten Glasplatten (vor der Erfindung des Kleinbildfilm und des Rollfilm) musste man das Aufnahmematerial in Schalen entwickeln. Es gab lichtempfindliche Emulsionen, die für rotes Licht unempfindlich waren. Man nennt diese Emulsionen orthochromatisch (im Gegensatz zu panchromatisch). Man konnte dieses Aufnahmematerial bei rotem Licht entwickeln und den Entwicklungsfortschritt in statu nascendi beobachten.

Hier zeigt sich ein wesentlicher Zweck der Dunkelkammer: Weil die heutigen Fotopapiere, auf die ein Negativ vergrößert wird, im Falle der Schwarzweißverarbeitung ebenfalls für bestimmte Lichtarten unempfindlich sind, können schon Anfänger den aus der chemischen Verarbeitung entstehenden Bildeindruck beobachten und steuern, indem in der offenen Schale je nach Augenschein länger oder kürzer entwickelt wird, oder indem man bestimmte Bildstellen separat erwärmt, während die Entwicklung in vollem Gange ist, oder indem kontrolliertes Fremdlicht, z.B. durch Einschalten der Hauptbeleuchtung, auf das in der Entwicklung befindliche Bild trifft, um eine Solarisation zu erzeugen. Siehe auch: Fotografische Effekte.