Designer - Saul Bass

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Saul Bass hat eine sehr weite Spanne an grafischen Arbeiten in seinem Leben vollbracht und hat insbesondere mit dem Plakatdesign ganze Generationen von Grafikern geprägt und einen eigenen Stil durchgesetzt. Seine Arti mit den farblichen Flächen umzugehen und immer wieder die menschliche Figur oder ihre Bestandteile als Designelement zu verwendet sieht nicht nur heute noch sehr modern aus, sondern wieder gerne von vielen anderen Gestaltern zitiert und weiterentwickelt.

Saul Bass ist einer der großen amerikanischen Grafikdesigner des 20. Jahrhunderts. Bass studierte 1936-39 an der Art Students League und 1944-45 am Brooklyn College in New York. Zwischenzeitlich war er als freier Designer tätig und gründete 1946 das Designstudio Saul Bass & Associates in Los Angeles (bis 1980). Ab 1981 Bass Yager & Associates.

Er gestaltet die Corporate Identity und entwirft prägnante Logos für zahlreiche amerikanische Firmen. Vor allem wird Saul Bass jedoch in den 1950er Jahren in Hollywood zum Pionier und Begründer des konzeptionellen Titel-Designs und gestaltet Vorspann und Plakate für zahlreiche Filme. Saul Bass entwickelt eine vereinfachte, symbolische Designsprache, die bildhaft alle wesentlichen Elemente eines Films kommuniziert. Er entwirft visuell wirkungsvolle und emblematische Plakate und revolutioniert damit die Trickfilmgrafik und die optischen Aufmacher der Filmwerbung. Saul Bass wird in der New Yorker Bronx geboren, er erhält 1936 ein Stipendium für die Art Students League. 1944-1946 studiert Saul Bass am Brooklyn College. Er ist in New York als freier Grafiker für Werbeagenturen und Firmen tätig, unter anderem auch für Warner Bros. 1946 geht Saul Bass nach Los Angeles, wo er ebenfalls als Grafiker arbeitet. 1952 hat er ein eigenes Büro, ab 1955 firmiert dies unter Saul Bass & Associates.

1954 erhält er den ersten Auftrag des Regisseurs Otto Preminger, die Titelsequenz für dessen Film "Carmen Jones" zu gestalten. 1955 folgen Aufträge für Robert Aldrich und Billy Wilders Film "The Seven Year Itch". Im gleichen Jahr gestaltet Saul Bass den Vorspann für Premingers "The Man with the Golden Arm", der zur Sensation wird. Saul Bass wird zum maßgeblichen Titel-Gestalter für Hollywood, er gestaltet unter anderem für Alfred Hitchcock ("Vertigo", "North by Northwest", "Psycho"), ab 1960 für Stanley Kubrick ("Spartacus", "Shining"), ab 1990 für Martin Scorsese ("GoodFellas", "Cape Fear", "The Age of Innocence", "Casino"), 1993 entsteht der Vorspann für Steven Spielbergs "Schindler's List". 1991-1996 gestaltet Saul Bass auch die Plakate für die Oskar-Verleihung. Neben seinen Arbeiten für Hollywood ist Saul Bass als Berater für die Corporate Identity zahlreicher Firmen tätig, unter anderem United Airlines, AT&T, Minolta, Esso, BP, Continental Airlines, für die er auch die Firmenlogos entwirft.

Im Jahr 1964 war Saul Bass Teilnehmer der documenta III in Kassel. Bass wurde 1969 mit einem Oscar für den Dokumentarfilm Why man creates ausgezeichnet. 1978 wurde er in die New York Art Directors Hall of Fame aufgenommen und 1988 mit dem Lifetime Achievement Award des Art Directors Club Los Angeles für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Er gestaltete auch eine Schrift "Rainbow Bass" (1982)