Raymond Loewy

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Raymond Loewy (geboren im November 1893 in Paris; gestorben im Juli 1986 in Monaco) war ein bedeutender amerikanischer Industriedesigner und gilt als einer der Erfinder des Stromliniendesigns. Neben den Logos für den Lebensmittelkonzern SPAR und die Zigarettenmarke Lucky Strike ist die stromlinienverkleidetete S1-Dampflokomotive eines der bekanntesten Designprodukte Raymond Loewys. Außerdem entwarf Loewy zahlreiche Automobile und zum Beispiel den Greyhound-Bus Scenicruiser von 1954 und die Shell-Muschel. Seine sehr bekannte Designmaxime war: Hässlichkeit verkauft sich schlecht. Eine andere nannte er „MAYA-Prinzip“, wobei die vier Buchtstaben für „Most Advanced, Yet Acceptable; äußerst fortschrittlich, aber immer noch annehmbar“ stehen.

Loewy arbeitete in den 1950er Jahren für die Porzellan-Manufaktur Rosenthal AG in Selb und kreierte hier mit Richard Latham 1954 u.a. das klassische Service "Rosenthal 2000" mit vielen Dekors. Nach dem Attentat auf John F. Kennedy wurde das Büro von Raymond Loewy beauftragt, eine Gedenkbriefmarke zu gestalten. Für nur 500 USD übernahm es den Auftrag und entwarf 1964 die 5-Cent-John-Kennedy-Marke. Nach einer großen Raymond Loewy-Ausstellung 1990 in Berlin, die von der Zigarettenmarke „Lucky Strike“ der „BAT-Cigaretten GmbH“ gesponsert wurde, entstand in Deutschland die „Raymond Loewy Foundation“. Später wurden auch in anderen Ländern vergleichbare Stiftungen gegründet. Die Stiftung verleiht in Deutschland den Lucky Strike Designer Award an prominente Gestalter mit internationalem Background. Auch ein Lucky Strike Junior Designer Award wird jährlich verliehen. Die Raymond Loewy Foundation dient dem BAT-Konzern als integraler Bestandteil der Marken- und PR-Strategie von „Lucky Strike“.