Ludwig Hohlwein

Top Fernkurs:

Ludwig Hohlwein (geboren 1874 in Wiesbaden; gestorben 1949 in Berchtesgaden) war ein bedeutender Plakatkünstler, Grafiker, Architekt und Maler. Er zählte neben Lucian Bernhard, Ernst Deutsch-Dryden, Hans Rudi Erdt und Julius Klinger zu den prominentesten und stilbildendsten Vertretern der Reklamekunst.

Leben und Werk

Während seines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule in München fertigt Hohlwein erste Illustrationen für die Zeitungen des Akademischen Architektenvereins. Nach dem Studium in München und Dresden und Studienreisen nach London und Paris lässt Hohlwein sich in München als Architekt nieder und entwirft neben Inneneinrichtungen von Privathäusern auch Aufträge zur Ausstattung des Hotels Continental und für Ozeandampfer. Im Jahr 1901 heiratet Hohlwein Leoni Dörr. Aus der Ehe gehen 2 Kinder hervor. Ab 1904 stellt Hohlwein regelmäßig Graphiken, Aquarelle und Temperagemälde im Münchner Glaspalast aus.

Die Themen Tier, Jagd, Technik und Landschaft dominieren Hohlweins Plakate. So nimmt Hohlwein im Jahr 1905 mit Tierbildern an der Berliner Großen Kunstausstellung teil. Später entwirft er Plakate für Jagdausstellungen. Schon 1924 umfasst sein künstlerisches Schaffen 3.000 Titel, sodass es bis heute unmöglich ist, sein Werk in seiner Gesamtheit abzubilden.

Stilbeschreibung

Parallel zu dem so genannten Sachplakat entwickelt Hohlwein seinen eigenen, leicht wieder erkennbaren, typischen Stil. Die Themen Tier, Jagd, Technik und Landschaft dominieren seine Plakate. Hohlwein baut immer wieder dramatisch auf wirkungsvollen Hell-Dunkel und Vordergrund-Hintergrund-Kontrasten auf. Das Objekt wird auf farbige Flächen und Punkte reduziert. Erst durch die Darstellung der gesamten Grundfläche erhält der Körper wieder seine Gestalt. Der Doornkaat-Zecher ist ein gutes Beispiel für diese Technik. Hohlweins Plakate sind bei vielen seiner Auftraggeber auch heute noch nahezu unverändert in Gebrauch und gehören zu den Klassikern deutscher Werbung.

Beispielhafte Darstellung des künstlerischen Werkes

Schon 1924 umfasst sein künstlerisches Schaffen 3.000 Titel, sodass es bis heute unmöglich ist, sein Werk in seiner Gesamtheit abzubilden. Die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie das A-Z der deutschen Wirtschaft. So fertigte er unter anderem für Audi, Bahlsen, BMW, Daimler Benz, Erdal, Ernemann, Görtz Schuhe, Kaffee Hag, Kulmbacher, Leitz, Lufthansa, Märklin, M.A.N., Pelikan, Henkel ("Persil"), Pfaff, Reemtsma, Sulima, Zeiss (Jena). Sehr bekannt ist auch sein Plakat zur Weltausstellung in Brüssel (1910).