Ernst Deutsch-Dryden

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Ernst Deutsch-Dryden (geboren 1887 in Wien als Ernst Deutsch; gestorben 1938 in Los Angeles), auch Ernst Dryden oder Ernest Dryden, war ein österreichischer Kostümbildner und Gebrauchsgrafiker. Seine bis 1918 entstandenen Werbeplakate zählen zur „goldenen Zeit der Posterkunst“. Neben Lucian Bernhard, Ludwig Hohlwein, Julius Klinger und Hans Rudi Erdt zählt Dryden zu den bedeutendsten Vertretern der Reklamekunst. Danach machte er sich als Designer modern-eleganter Kleidung, unter anderem in Paris für Coco Chanel, einen Namen, war als Grafikdesigner für Hersteller von Luxusgütern tätig und zuletzt Kostümbildner in Hollywood-Filmproduktionen.

1926 zog Deutsch-Dryden nach Paris, wo er die Artdirektion der Zeitschrift „Die Dame“ übernahm. Zugleich entwarf er auch für Coco Chanel und seine gewagtesten Werbearbeiten als Grafikdesigner für Kunden und Produkte wie „Bugatti“, „Cinzano“, „Canadian Club Whiskey“ oder auch das Parfum „Eau de Vie“ entstanden ebenfalls zu dieser Zeit. Leitmotiv seiner Arbeit war dabei weniger der Luxus, als vielmehr die Etablierung eines eigenen Werbestils. Ein Stil den er zugleich mit seiner jungen Geschäftpartnerin Helene "Hello" Wolff-Budischovsky zur Hello Wear umsetzte und damit das gleichnamige Wiener Geschäft, die Hello Boutique beschickte, welche er auch noch aus Hollywood weiterhin mit Modeentwürfen und Tips versah. Direkt nach der Eröffnung 1936 am Graben (im Zentrum Wiens), zählten zu ihren ersten Kunden Prince Edward und seine Frau Wallis Simpson, Stilikonen ihrer Zeit und damalige Botschafter der modischen zeilosen Eleganz, schlechthin.