Edward Johnston

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Edward Johnston (geboren 1872 in San José, Uruguay. Gestorben im November 1944 in Ditchling, England), war ein bekannter britischer Lehrer der Kalligrafie, der einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kalligrafie und Typografie des 20. Jahrhunderts hatte.

Bekannt wurde Johnston durch den Entwurf der serifenlosen Schriftart Johnston Sans, die für die Beschriftungen der Londoner U-Bahn, insbesondere für die runden Namenschilder der einzelnen Stationen, verwendet wird.

Durch seine Bücher und seinen Kalligrafieuntericht hat Edward Johnston wichtige Beiträge zur Wiederbelebung der modernen Kalligrafie zu Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet.


Die Johnston oder Johnston Sans ist eine serifenlose Linear-Antiqua, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die Beschriftungen im Londoner Nahverkehr verwendet wird, insbesondere für die Londoner U-Bahn und Busse. Besonders bekannt ist diese Schriftart wegen der Verwendung auf den von Henry Beck entworfenen Linienplänen und den Namensschildern der U-Bahn.

Die Entwicklung der Johnston Sans wurde 1915 von Frank Pick, einem Mitarbeiter der Underground Group (einem Zusammenschluss mehrerer U-Bahn-Gesellschaften) und späteren Direktor von London Transport, für das Corporate Design der Londoner U-Bahn in Auftrag gegeben. Entworfen wurde diese Schriftart im darauffolgenden Jahr von Edward Johnston, nach dem sie auch benannt ist.

Auffällige Markenzeichen der Schrift sind das kreisrunde „O“ und die auf die Spitze gestellten Quadrate als Punkte von „i“, „j“, „?“ und „!“.

Die Johnston Sans beeinflusste die Entwicklung der Gill Sans, die zwischen 1928 und 1932 von Eric Gill entworfen wurde, der ebenfalls an der Entwicklung der Johnston Sans beteiligt war.

1979 wurde die Johnston Sans von Colin Banks überarbeitet und unter dem Namen New Johnston veröffentlicht.