Armin Hofmann

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Armin Hofmann

Armin Hofmann ist eine Pionierfigur des Schweizer Grafik Design. 1946 nahm er seine langjährige Lehrtätigkeit an der Basler Gewerbeschule auf und entwickelte - später in vitalem Dialog mit Wolfgang Weingart - eine pädagogische Befähigung, die höchste Anerkennung fand die Landschaft des internationalen Grafik Design nachhaltig veränderte. Poster Collection 07 kann durchaus als längst fällige Monographie Hofmanns Werk verstanden werden. Das Buch enthält alle wichtigen Plakate, sowie einige Beispiele seiner bekanntesten Schüler.


Armin Hofmann gehört zu den bedeutendsten Schweizer Grafikern des letzten Jahrhunderts. Als Inhaber eines eigenen Ateliers und insbesondere als Lehrer in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und während kurzer Zeit auch in Indien hat er international eine ganze Generation junger Grafiker beeinflusst und massgeblich zum hervorragenden Ruf der Schweizer Grafik beitragen. Mit Einzelausstellungen u.a. im Museum of Modern Art New York, im Staatlichen Museum für angewandte Kunst in München und im Deutschen Plakatmuseum, Essen, hat er auch die gebührende Aufmerksamkeit und Ehrung erhalten.

Armin Hofmann zu seiner Berufung nach Indien
"Im Frühsommer 1964 wurde ich auf Anregung der Ford Foundation von der Direktion des National Design Institutes of India angefragt, ob ich am Aufbau der Schule mitwirken könne.

Es ging darum, den Bereich visuelle Kommunikation neu zu strukturieren, was mich als Aufgabe interessierte. Durch das wohlwollende Entgegenkommen des Erziehungsdepartementes Basel-Stadt wurde ich für das Wintersemester 1964/65 von meiner Basler Lehrtätigkeit freigestellt.

Zusammen mit einem ehemaligen Studenten aus dem Bereich Schriftsatz und meiner Frau, die ebenfalls lehramtliche Funktionen übernahm, reisten wir Ende 1964 an unseren neuen Arbeitsplatz nach Ahmadabad, einer indischen Grossstadt im Staate Gujarat.

Neben den rein schulischen Aufgaben versuchte ich in der Freizeit, den kunst- und kunstgeschichtlichen Eigenheiten der Gegen nachzuspüren, denn ein erweitertes Blickfeld schien mir unerlässlich, um die bildungsmässigen Aufgaben umfassend leisten zu können.

Die in dieser Ausstellung präsentierten Photographien sind Teil dieser Erkundungsarbeit. Sie geben Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt der Bevölkerung.

Nach unserer Rückkehr entstand in der Folge ein ausgedehnter Lehrer- und Studentenaustausch. Lehrkräfte aus der Basler Schule - es waren dies die Herren Igildo Biesele, Fridolin Müller und Christian Pulver - führten die Aufbauarbeit weiter. Indische Studenten besuchten in den 70er und 80er Jahren Kurse an der Basler Schule.

Heute erfüllen diese ehemaligen Gaststudenten Aufgaben als Lehrkräfte und Schulleiter an indischen Gestaltungsschulen. Sie geben die damals erworbenen Einsichten weiter und damit auch ein Stück Basler Schulkultur."
Armin Hofmann